Rückschau auf das Verbandsjahr 2014

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Führungskräfteseminar des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege am 18.1.2014 in Emmering

Alle drei Jahre veranstaltet der Landesverband für Gartenbau und Landespflege ein Seminar für Führungskräfte der örtlichen Gartenbauvereine. Dabei erhalten die Teilnehmer neben aktuellen organisatorischen und verbandspolitischen Informationen auch fachliche Anregungen. Erfahrene Vorstände berichten aus ihren Vereinen und die Führung des Kreisverbandes kann ihr Jahresprogramm und die langfristigen Vorhaben vorstellen.

Dieses Jahr übernahmen Urban Kiener aus Emmering und Dr. Frank Ahrens aus Schöngeising die Vorträge der Vereinsvorsitzenden. Herr Kiener zeigte auf, wie man ein sehr informatives und attraktives Jahresprogramm für die Mitglieder gestaltet. Herr Ahrens gab Anregeungen für eine moderne Vereinsführung mittels Computer und Internet, insbesondere über eine gemeinsame "cloud".
Horst Stegmann informierte über die bisherigen Ergebnisse und Hintergründe der aktuellen Bodenuntersuchung und stellte Torfersatzstoffe für Kübel und Kästen vor.
Herr Alexander Teichgreber vom Landesverband leitete das Seminar sehr engagiert, gab aktuelle Hinweise zur Vereinsführung und stellte aktuelle Themen und Arbeitsprogramme für die Vereinsarbeit vor.

Das Seminar war mit 33 Teilnehmern aus 19 Gartenbauvereinen recht gut besucht und die lebhaften Diskussionen zeigten, dass die Seminarthemen richtig gewählt waren. Einig war man sich über einen besseren Austausch unter den Vereinen. So kann jeder von den Erfahrungen der anderen profitieren und durch den Blick über den Gartenzaun neue Ideen in die Vereinspraxis einbringen. Hierbei würde ein zeitgemäßes Vereinsmanagement mit den modernen Medien sehr helfen. Deswegen wurden die Anregungen des Schöngeisinger Vorstands Dr. Frank Ahrens vom Kreisverband auch prompt umgesetzt und eine "Cloud" eingerichtet, die allen Vereinen als Informationstauschbörse ab sofort zur Verfügung steht. Hier sind nun bereits alle uns bekannten Jahresprogramme der angeschlossenen Ortsvereine abrufbar. Auch interessante Infos des Kreisverbandes, wie z.B. ein Merkblatt zum Kreislehrgarten, sind online einzusehen und bei Bedarf downzuloaden.

Eindrücke von dem Seminar:

Urban Kiener stellt das Jahresprogramm seines Emmeringer Vereins vor Die interessierten Gartenfreunde
Urban Kiener stellt das Jahresprogramm seines Emmeringer Vereins vor Blick in die Runde der interessierten Gartenfreunde

 

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Delegiertenversammlung am 12.3.2014 im Lansberieder Bürgerhaus

Bisher trafen wir uns immer im November des Verbandsjahres zur Jahreshauptversammlung. Dieser Rhythmus erlaubte aber keinen mit dem Kalenderjahr bündigen Jahresabschluss. Deshalb beschloss der Vorstand, dass die Delegiertenversammlung künftig immer erst im darauffolgenden Jahr an dem Mittwoch in der Woche nach Fasching stattfindet. Somit ergibt sich für die Delegiertenversammlung für das Verbands- und Kalenderjahr 2013 der 12.3.2014 als Termin.
Nach den Begrüßungsworten des Ortsvereins- und Kreisvorsitzenden Andreas Knoll und dem Grußwort des Bürgermeisters wird Geschäftsführer Horst Stegmann in einer Präsentation das Verbandsjahr Revue passieren lassen. Dabei werden der "Tag der offenen Gartentür" und das Gartenfest im Mittelpunkt stehen.

Nach einer kurzen Pause folgen die Berichte des Vorsitzenden, Schriftführers, Geschäftsführers und der Kassiererin. Anschließend können die Mitglieder Kritik und Anregungen loswerden, bevor am Ende die fleißigen Helfer ihre blumigen Jahresgeschenke in Empfang nehmen dürfen.

Eindrücke von der letzten Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im November 2012:

Preistreäger Kreiswettbewerb 2012 Der neue Vorstand
Die Preisträger des Kreiswettbewerbes 2012 (vorne sitzend: Jurymitglieder Horst Stegmann und Elisabeth Hatzinger; nicht auf dem Bild: Kunigunde Weinzierl) Der neu gewählte Vorstand: Links oben: Heribert Wörl, neuer 2. Vorsitzender, links mitte: Britta Bischoff, neue Kassiererin. Nicht auf dem Bild: Beiräte Peter Hatzinger und Josef Schrall

 

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Kurse der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Fürstenfeldbruck

Jedes Jahr bietet Kreisfachberater Horst Stegmann in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Fürstenfeldbruck einen Obstgehölzschnittkurs (Obstbäume und Beerensträucher) an. Die Teilnahme bietet sich für alle Gartenbauvereinsmitglieder an, in deren Verein kein eigener Kurs stattfindet, aber natürlich auch für alle interessierten Bürger.
Hier der Ausschreibungstext:

1. Freude an Obstbäumen und Beerensträuchern durch den richtigen Schnitt am 20.3.2014, 19.00 21.00 Uhr (Theorie) und 22.3.2014, 9.30 - 12.00 Uhr (Praxis)
Der fachgerechte Schnitt der Obstbäume und Beerensträucher hat neben der richtigen Arten- und Sortenwahl die größte Bedeutung für den Erfolg im Hausgarten. Der Ertrag wird zuverlässiger, die Qualität besser und die Gesundheit und Langlebigkeit der Gehölze erhöht. Dieser Kurs vermittelt in Theorie und Praxis auch obstbaulichen Laien die notwendigen Grundkenntnisse.

Kursleiter: Horst Stegmann, Dipl.-Ing.[FH] Gartenbau
Höchstteilnehmerzahl: 20
Mindestteilnehmerzahl: 8
Die Praxis wird im Kreislehrgarten Adelshofen durchgeführt. Alternativ: Bei einem Kursteilnehmer, sofern geeignete Bäume vorhanden

Halbstamm nach dem Winterschnitt Spindeln nach dem Winterschnitt
Im Kreislehrgarten kann sowohl die Schnitttechnik für die traditionelle Drei-Ast-Krone (links) als auch der Spindelschnitt (rechts) demonstriert werden.

 

Anlässlich der noch bis Ende April laufenden Bodenuntersuchung:

2. Düngung im Haus- und Kleingartenam 3.4.2014, 19.00 - 21.00 Uhr
Obwohl in erster Linie der Bodenzustand darüber entscheidet, ob im Garten etwas wächst, wird er meist stiefmütterlich behandelt. Kein Rasen, kein Gemüse und keine Blume entwickelt sich zufriedenstellend ohne eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Die Teilnehmer werden etwas über die an den Nährstoffgehalt des Bodens und dem Nährstoffbedarf der verschiedenen Kulturen angepassten Düngung und die richtige Fruchtfolge erfahren. Im Kurs werden auch einfache, selbst auszuführende Bodentests (Bodenart, pH-Wert, Nitratgehalt) praktisch vorgeführt. Wer bereits eine Bodenuntersuchung durchführen ließ, kann das Untersuchungsergebnis zur Interpretation mitbringen.

Kursleiter: Horst Stegmann, Dipl.-Ing.[FH] Gartenbau
Höchstteilnehmerzahl: 20
Mindestteilnehmerzahl: 8

Für beide Kurse musste die Anmeldung über die Volkshochschule Fürstenfeldbruck erfolgen. Erfreulicherweise konnte Herr Stegmann in beiden Kursen interessierte Bürger/innen begrüßen.

 

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(Um)Veredelungskurs mit Obstbauprofi Hans Göding am Samstag, 26.4.2014 im Kreislehrgarten

Immer wieder zeigt die Beratungspraxis, dass Obstliebhaber mit ihrer Obstsorte unzufrieden sind. Der Apfel schmeckt nicht, fault sehr leicht, lässt sich nicht wie gewünscht lagern, trägt erst überhaupt nicht oder es zeigt sich, dass es nicht die Sorte ist, die man von der Baumschule haben wollte. Dann stellt sich die Frage: Soll ich den Baum entfernen oder wäre es nicht sinnvoller den bereits eingewurzelten und ansonsten gesunden Baum umzuveredeln?
Edelreiser kann man sich leicht organisieren, aber kaum eine Baumschule in unserer Region bietet noch das Umveredeln an. Was liegt also näher, als sich die Technik der Veredelung selbst anzueignen. Es ist nicht so schwer, wie es oft angenommen wird. Die Erfahrung zeigt, dass Teilnehmer an einem halbtägigen Veredelungskurs meist bereits einen selbst veredelten Baum mit nach Hause nehmen können. Auch für die Umveredelung älterer Bäume wird - wie bei der "normalen" Veredelung eines Edelreises in Bleistiftstärke auf eine gleich starke Unterlage - ein sogenannter "Kopulationsschnitt" ausgeführt. Was darüber hinaus noch zu erlernen ist, ist das richtige "Abwerfen" eines Altbaumes und das "Hinter-die-Rinde-Veredeln" des Edelreises.

Herr Göding ist Betriebsleiter des Lehr- und Beispielbetriebs für Obstbau Deutenkofen. Er führt seit vielen Jahren Veredelungskurse durch und hat 33 Kursteilnehmern! von 9.00 - 12.30 Uhr die wesentlichen Techniken, Tipps und Tricks vermittelt.
Alle Materialien (Messer, ebenso wie Veredelungsbänder und Edelreiser) wurden gestellt. Bei bestem Wettter hatten die Teilnehmer ausgiebig Gelegenheit, das Erlernte praktisch anzuwenden. Auf zwei ca. 18 Jahre alte Bäume (Halbstamm und Buschbaum) wurden so sechs Sorten veredelt, die auch alle antrieben. Der schöne Nebeneffekt: Der Sortenspiegel im Kreislehrgarten konnte so erweitert werden.

Impressionen vom Kurs:

Herr Göding demonstriert das Abwerfen der Bäume Kursteilnehmer bei der Hinter-die Rinde-Veredelung
Kursleiter Hans Göding demonstriert das Abwerfen der Bäume Kursteilnehmer bei der "Hinter-die-Rinde" - Veredelung

 

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Düngen Sie richtig? Landkreisweite Aktion zur Nährstoffuntersuchung im April 2014 abgeschlossen

Überdüngung schadet der Umwelt und der menschlichen Gesundheit. Auch für Obst und Gemüse ist übermäßige Nährstoffversorgung von Nachteil. Deswegen führte die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband der Gartenbauvereine und der Sparkasse seit Frühjahr 2013 eine Bodenuntersuchungsaktion durch.

Die Teilnehmer erhielten dabei Aufschluss über die für die Pflanzenernährung wichtigsten Faktoren. Neben der Bodenart und dem Säuregrad (ph-Wert) des Bodens wurde der Gehalt der wichtigen Nährstoffe Phosphor, Kalium und Magnesium untersucht. Rückschlüsse auf die ungefähre Stickstoffversorgung (Untersuchung nicht sinnvoll) sind dabei möglich.
Unsere Erwartungen haben sich nicht ganz erfüllt: Trotz des wirklich günstigen - weil auch von der Sparkasse gesponserten - Sonderpreises von nur 14,00 € und dem "rundum-sorglos-Paket" haben wir nur 244 Freizeitgärtner für eine Teilnahme gewinnen können. Wir hätten gerne erheblich mehr Freizeitgärtner für das wichtige Thema der richtigen Düngung sensibilisiert. Doch ein Umdenken in der verbreiteten Düngepraxis nach dem Motto "viel hilft viel" braucht Zeit und so brachte eine Auswertung der ersten 142 Proben folgendes Ergebnis:

Achtzig Prozent der Böden sind mit Phosphor überversorgt. Der Maximalwert liegt beim 15-fachen des Normalwerts! Acht Prozent sind mit Phosphor unterversorgt, d.h. nur zwölf Prozent der Proben lagen im gewünschten Normalbereich.
Bei der Kaliumversorgung zeigt sich ein ganz anders Bild: Hier sind "nur" vierzig Prozent überversorgt aber auch sechsunddreißig Prozent unterversorgt! Nur vierundzwanzig Prozent sind optimal versorgt. Bezüglich einer optimierten Düngung müssen wir Freizeitgärtner also noch viele Hausaufgaben machen!

Es zeigt sich auch in der täglichen Beratungspraxis der Kreisfachberatung, dass vielen Freizeitgärtnern die elementare Bedeutung von Boden und Düngung immer noch nicht bewusst ist. Viele vermeintlich durch Krankheiten verursachte Pflanzenschäden haben ihre eigentliche Ursache in ungünstigen Bodenverhältnissen und die Krankheitssymptomatik ist nur die direkt sichtbare Folge einer Pflanzenschwächung infolge des schlechten Standorts.
Wir werden das Thema deswegen sicher immer wieder aufgreifen!

Fachliche Informationen zur Düngung finden Sie auch in unserem Merkblatt Düngung im Haus- und Kleingarten

 

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Infostand auf den Fürstenfeldbrucker Gesundheitstagen am 24./25.5.2014 unter dem Motto: Regionaler geht`s nicht: Lebensmittel aus dem eigenen Garten

Am Wochenende des 24./25. Mai 2014, jeweils von 10.00 - 17.00 Uhr fanden im Veranstaltungsforum Fürstenfeld wieder die Gesundheitstage statt. Seit 2004 beleben die Gesundheitstage das Veranstaltungsangebot in unserem Landkreis. Hier ein Auszug aus der Homepage der Gesundheitstage:

10 Jahre Fürstenfelder Gesundheitstage
Attraktiv und informativ präsentieren sich seit 2004 die Fürstenfelder Gesundheitstage. Das Gesundheitswochenende, das bis zu 12.000 Besucher zählt, strahlt mittlerweile weit über die Brucker Landkreisgrenzen hinaus. Mit rund 100 Ausstellern und dem vielfältigen Informations- und Mitmach-Angebot haben sich die Fürstenfelder Gesundheitstage zum größten Gesundheitsforum der Region München entwickelt.

Gäste und Aussteller sehr zufrieden
85 % der Besucher haben die letzten Gesundheitstage gut gefallen. Die Gäste kamen zu 70 % aus dem Landkreis FFB und zu 30 % aus München und benachbarten Landkreisen. Auch die knapp 100 Aussteller des Gesundheitsmarktes sowie die Kooperationspartner (Klinikum FFB, AGENDA21-Büro) zeigten sich sehr zufrieden. 90 % der Aussteller bewerteten die Veranstaltung insgesamt mit gut.

Diesmal waren "regionale Lebensmittel" das Schwerpunktthema einer "Genussmeile". Da durften natürlich die Freizeitgärtner nicht fehlen! Denn was ist regionaler als der Anbau im eigenen Garten? Deshalb hat sich der Kreisverband entschlossen, die Anfrage der Veranstalter positiv zu beantworten.
Aus gärtnerischer Sicht war der Zeitpunkt Ende Mai sicher nicht optimal, da das Gartenjahr dann noch in den Anfangszügen steckt. Andererseits konnte man aber zwei Aspekte verbinden, die den kompletten Jahreslauf im Garten gut illustrieren: Das Präsentieren von Frühgemüse (Radieschen, Spinat, Kopfsalat, Kohlrabi, u.a.) und Eingemachtem aus dem Vorjahr. Das war dann auch das Konzept unseres Infostandes:
Größtmögliche Regionalität, Frische und Qualität durch Eigenanbau und die Überbrückung der Anbaupause durch traditionelle Vorsorgewirtschaft.
Es wurde ein kleines Gemüsebeet als Hochbeet gestaltet. In mit torffreier Erde gefüllten Kisten wurden bunte Salate, Kohlrabi, Radieschen und Spinat herangezogen.
Außerdem wurden - ähnlich wie beim vergangenen Gartenfest - viele selbst hergestellte Konserven gezeigt. Das reichte über Gelees, Marmeladen, Apfelmus, Mirabellenkompott, Säften, Likören, Chutneys, Pestos, Soßen, getrockneten Kräuter, Kräutersalze bis zu Sauerkraut. Natürlich informierten engagierte Gartenpfleger/innen sowie Frau Schleicher und Herr Stegmann von der Kreisfachberatung auch über die diversen Konservierungsmethoden. Ausgelegte Informationsbroschüren und Merkblätter zum Nachlesen rundeten das Informationsangebot ab. Selbstverständlich gab es auch einen Probierstand.

Wir konnten uns über zahlreiche interessierte Besucher/innen freuen und erhielten auch viel Lob für den dekorativ gestalteten Stand. So kann ein positives Fazit gezogen werden: Wir konnten sicher vielen Menschen wertvolle Anregungen zu einer bewussteren Ernährung mit regionalen Lebensmitteln mitgeben und auch einen Beitrag zur Schonung der Moore leisten. Vielen Besuchern war die Problematik der handelsüblichen Torfsubstrate nicht bewusst. Das hervorragend gewachsene Gemüse in der torffreien Erde lieferte sehr anschauliche Argumente, dass es in Kübeln und Kästen auch ohne Torf gut wächst.
Natürlich waren die beiden Tage auch eine gute Werbung für die örtlichen Gartenbauvereine!
Unser ganz besonderer Dank gilt den fleißigen Helfern aus den Reihen der Ortsvereine und des Kreisverbandes, die für die beanspruchende Standbetreuung zur Verfügung standen und die Spender der zahlreichen Konserven.

So sah unser Infostand aus:

Blick auf unseren Infostand Gerne wurde von unseren Produkten gekostet
Blick auf unseren Infostand Gerne wurde von unseren Produkten gekostet

 

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Öffentliche Ausschreibung für den 29. Kreiswettbewerb "Der grüne und blühende Landkreis 2014"

Bereits zum 29. Mal führt der Kreisverband in diesem Jahr den Wettbewerb "Der grüne und blühende Landkreis" durch. Durch den Wettbewerb sollen die Bürger angeregt werden, ihren unmittelbaren Lebensraum bewusst zu gestalten und zu pflegen. Hervorragende Beispiele werden besonders herausgestellt und sollen zum Nacheifern anregen. Dabei wird großer Wert auf eine artenreiche, naturnahe Gestaltung und "chemiefreie" Pflege gelegt. Wir suchen Gärten mit standortgerechter Bepflanzung, wobei es unerheblich ist, ob der Schwerpunkt auf Zier- oder Nutzgarten liegt. Es können auch Gärten gemeldet werden, die nur in einem Teilbereich gut angelegt sind (z.B. nur Hausschmuck, Fassadenbegrünung, Gemüsegarten, Teich, Staudenbereich u.a.). Auch ländliche Anwesen mit abwechslungsreicher Bepflanzung im Haus- und Hofbereich können gemeldet werden.

Bewertungskriterien:
Die Erfahrung hat gezeigt, dass man mit einer sehr stark nach Einzelkriterien differenzierten Beurteilung den Gärten in ihrer Individualität nicht gerecht werden kann. Wir verzichten deshalb bewusst auf genau definierte Bewertungskriterien. Die fachkundige Jury beurteilt die Gärten auf der Grundlage eines groben Bewertungsrahmens so, dass den jeweils besonderen Umständen (z.B. Lage und Größe des Gartenteils) Rechnung getragen wird und die Bewertung trotzdem für den Gartenbesitzer nachvollziehbar wird. Zur Teilnahme berechtigt sind immer alle Haus- und Gartenbesitzer bzw. -mieter im Landkreis. Selbstverständlich sollten die Gärten über dem Durchschnittsniveau liegen.

Seit zehn Jahren erfolgt die Auswahl der Gärten nicht nur über die örtlichen Gartenbauvereine sondern auch über die öffentliche Ausschreibung. Viele Preisträger konnten wir so erreichen. Im Gegensatz zu früheren Jahren scheinen viele Gartler Hemmungen zu haben, ihr schön gestaltetes privates Paradies für den Wettbewerb zu öffnen. Wir können hier nur zu mehr Mut aufrufen, liebe Gartler! Gerade Freizeitgärtner leben vom Vorbild und dem Austausch.

Die Jury, wird von zwei bis drei erfahrenen Gartenpfleger/innen und dem Kreisfachberater und Geschäftsführer Horst Stegmann gebildet. Die erwarteten Begehungszeiten werden den Teilnehmern individuell mitgeteilt.

Die Würdigung der Preisträger hat ideellen Charakter. Sie erhalten eine blumige Anerkennung und eine bebilderte Urkunde. Beides wird in einem festlichen Rahmen bei unserer Jahreshauptversammlung übergeben.

Aktueller Hinweis: Wegen der zu geringen Zahl der Meldungen mussten wir den Wettbewerb für dieses Jahr leider absagen. Entsprechend dem 2-Jahres-Rhythmus werden wir wieder 2016 zu einem Gartenwettbewerb aufrufen.

Impressionen vom letzten Wettbewerb 2012:

Großer Hausgarten Reihenhausgarten
Die Vielfalt der gemeldeten Gärten war beeindruckend: Sowohl große Hausgärten (links) als auch Reihenhausgärten (rechts) beeindruckten mit hervorragender gärtnerischer Gestaltung

 

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Sommerschnittkurs für Gartenpfleger und interessierte Freizeitgärtner am 1.8.2014 im Kreislehrgarten Adelshofen

Noch viel zu selten wird der Sommerschnitt der Obstbäume praktiziert. Wenn überhaupt, nimmt der Freizeitgärtner die Schere für den Obstbaumschnitt meistens nur im späten Winter oder - was man tunlichst lassen sollte - im Herbst in die Hand.
Dabei ist der Schnitt im Sommer eine sehr gute Ergänzung des Winterschnitts: Es sollten vor allem die zahlreichen Austriebe nach einem starken Winterschnitt zum großen Teil im Sommer entfernt werden, insbesondere die sogenannten "Wasserschosser". Aber auch stärkere Triebe und Äste können im Sommer geschnitten werden. Der Schnitt in der warmen Jahreszeit eignet sich besonders für stark wachsende Bäume, da er das Wachstum bis zu einem Drittel bremst. Gleichzeitig wird der Baum zur Fruchtbildung angeregt. Hinzu kommen weitere Vorteile, wie z.B. eine bessere Fruchtqualität, eine verminderte Stippeneigung und eine bessere Wundheilung.

Eine gute und kostenlose Gelegenheit, den Sommerschnitt in der Praxis kennen zu lernen, bot sich am Freitag, den 1. August 2014 im Kreislehrgarten Adelshofen

Dieses Angebot richtete sich in erster Linie an die Gartenpfleger, aber auch Gäste außerhalb der Gartenbauvereine waren willkommen. Wir wurden von der großen Nachfrage positiv überrascht: 40 Freizeitgärtner hatten sich angemeldet, so dass wir zwei Gruppen bilden mussten. Kreisfachberater und Geschäftsführer Horst Stegmann demonstrierte jeweils ca. 20 Teilnehmern von 15.00 - 17.00 Uhr bzw. 17.00 - 19.00 Uhr den fachgerechten Sommerschnitt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung durften die Freizeitgärtner unter der fachlichen Aufsicht bald selbst die Schere an den unterschiedlichsten Bäumen ansetzen. Dabei kamen sowohl mehrere Obstarten als auch deren verschiedene Erziehungsformen unter die Scheren und Sägen.

Die Teilnehmer/innen nahmen mutig selbst die Scheren in die Hand
Die Teilnehmer/innen nahmen mutig selbst die Scheren in die Hand

 

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Dritter Gartenpfleger- und Führungskräfteausflug am 23. August 2014

Die Gartenpfleger leisten in ihren Vereinen und - viele von ihnen - auch im Kreisverband sehr wertvolle Arbeit. Durch ihre häufig dreistufige Ausbildung auf Kreis- Bezirks- und Landesebene sind sie fachlich hoch qualifiziert und unverzichtbare Ansprechpartner für andere Freizeitgärtner. Nicht wenige von ihnen sind uns auch bei der Pflege des Kreislehrgartens Adelshofen und bei der Durchführung arbeits- und zeitaufwendiger Aktionen eine große Stütze. All dies erfolgt in der Regel auf freiwilliger Basis.
Mit dem Gartenpflegerausflug, dessen Kosten mit Ausnahme von Verpflegung und evtl. Übernachtung der Kreisverband übernimmt, möchten wir uns bei diesen wertvollen Helfern bedanken.

Bereits 2009 und 2012 organisierten wir Ausflüge: 2009 fuhren wir für einen Tag zur kleinen Gartenschau nach Rain am Lech und 2012 organisierten wir einen 2-Tages-Ausflug zur Landesgartenschau und zum ökologischen Gemüsebauzentrum nach Bamberg. An beiden Ausflügen nahmen jeweils ca. 35 Personen teil und gaben uns sehr positive Rückmeldungen. Genug Gründe also, um diesen Ausflug im zwei-dreijährigen Rhythmus zu einer Tradition werden zu lassen.

Dieses Jahr war unser Ziel Murnau, die Stadt der "blauen Reiter" und des Architekten Emanuel von Seidl. Vormittags hatten wir eine ca. 2,5-stündige Stadtführung mit Seidlpark (schöner Landschaftspark, der mit neuem Pflegekonzept wieder hergerichtet wird) durch Dieter Wieland organisiert, nachmittags schloss sich eine ca. zweistündige Führung durchs Murnauer Moos mit Stefan Bergmeister an.
Das detaillierte Programm ist diesem pdf-Dokument zu entnehmen: Gartenpflegerausflug 2014. Wie üblich übernahmen wir die Kosten für die Busfahrt und die Führungen.

Erfreulicherweise hatten sich 50 Personen angemeldet, so dass wir den Bus voll ausnutzen konnten.

Trotz des eher trüben und kühlen - aber meist trockenen - "Sommer"-Wetters zeigten sich die Teilnehmer/innen begeistert von unseren engagierten und sehr fachkundigen Begleitern durch Kultur und Natur. Ein Blick über den gärtnerischen Tellerrand ist immer ein besonderes und bereicherndes Erlebnis, das wir auch künftig den engagierten und interessierten Mitgliedern der Gartenbauvereine bieten werden.

Der bekannte Fernsehjournalist Dieter Wieland begrüßt unsere Reisegruppe Die Gruppe auf dem Weg zum Seidl-Park
Der bekannte Fernsehjournalist Dieter Wieland begrüßt unsere Reisegruppe Die Gruppe auf dem Weg zum Seidl-Park

 

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(Verhinderte) Apfelsortenausstellung, Sortenbestimmung und Schaumosten am Jexhof am 3.10.2014, von 14.00 - 17.00 Uhr

Seit mehreren Jahren arbeiten wir mit dem Bauernhofmuseum Jexhof zusammen. Kreisfachberaterin Michaela Schleicher zeigt jährlich zum Winterende interessierten Besuchern den richtigen Schnitt von Obstgehölzen in Theorie und Praxis auf dem Jexhofgelände (Termin siehe Jexhof-Programm). Kreisfachberater Horst Stegmann organisiert traditionell am Tag der Deutschen Einheit eine Apfelsortenausstellung mit ca. 60 Sorten. Alle Äpfel sind im Landkreis gewachsen und das Sortenspektrum deckt die traditionell und auch noch aktuell in unserer Region angebauten Äpfel zum größten Teil ab. Aber auch vielversprechende Neuzüchtungen (insbesondere die Pillnitzer "Re"- und "Pi"-Sorten) werden gezeigt. Alle Sorten sind mit ausführlichen Beschreibungen etikettiert.
Natürlich ist mit der Ausstellung auch das Angebot verbunden, unbekannte Sorten zu bestimmen. Die Besucher sollten aber jeweils mindestens fünf Früchte einer Sorte zur Bestimmung mitbringen. Dabei ist wichtig, dass die mitgebrachten Äpfel die ganze Variabilität innerhalb der Sorte zeigen (gut ausgefärbte, schwach gefärbte, rundere oder kantigere Früchte, etc.)

Leider musste dieses Jahr die Obstausstellung aufgrund eines klassischen Gärtnerunfalls unseres Pomologen ausfallen. Im nächsten Jahr dürften "die Wunden" so weit verheilt sein, dass der Austellung nichts entgegenstehen wird.

Parallel ist auch immer ein Gartenbauverein vor Ort, der ein Schaumosten mit einer transportablen Korbpresse veranstaltet. Dieses Jahr war es wieder der Biburger Ortsverein. Gerade für die Kinder hat die Presse eine unglaubliche Anziehungskraft und sie konnten wie jedes Jahr von dem frischen Saft nicht genug bekommen.

Diese Kombination von einer ansprechenden Obstausstellung und der direkten Verarbeitung frischer Äpfel gleich nebenan zeigt sehr anschaulich den direkten Weg vom Erntegut zum verarbeiteten Produkt auf und lockt alljährlich - so wie auch in diesem Jahr - zahlreiche Besucher an.

Eindrücke vom Apfeltag am 3.10.2013:

Sortenausstellung am Jexhof Schaumosten
Bei bestem Herbstwetter erfreuten sich auch 2013 wieder viele Besucher/innen an der ausgestellten Apfelvielfalt und nutzten auch sehr zahlreich das Angebot der Sortenbestimmung Rätzmühle und Korbpresse waren - angelockt durch entsprechende Geräusche - ständig dicht umringt von Besucher/innen

 

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Fortbildungsangebot für Für Jugendbetreuer(innen) im Kreisverband: Tagesseminar mit Thomas Janscheck mit dem Schwerpunktthema "Herbstwerkstatt" im Kreislehrgarten am 4.10.2014

Nach wie vor erfreut sich das Thema "Kinder - Jugendarbeit" in den Gartenbauvereinen großer Beliebtheit. Zahlreiche Kindergruppen haben sich schon gegründet, manch ein Verein ist auch in Schulen aktiv oder bietet in so manchem Ferienprogramm eine echte "Daheimbleib"-Alternative. Bereits 2009 informierte uns Thomas Janscheck in seiner unnachahmlichen, mitreißenden Art über Grundlagen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Gartenbauvereinen. Damit wir engagierte Vereinsmitglieder zum Thema auf dem Laufenden halten und auch praktische Tipps zur Umsetzung mitgeben, laden wir sie regelmäßig zu Natur- und Gartenpädagogischen Seminaren ein. Diesmal wurden nach eher allgemeinen Informationen die Möglichkeiten aufgezeigt, die der Herbst für ein Kinderprogramm bietet. Der Gartenbauingenieur Thomas Janscheck hat über seine praktischen Erfahrungen und so manch spannendes Projekt in der Kinder- und Jugendarbeit berichtet. Dabei war am Seminarvormittag unter anderem zu erfahren, welche vielfältigen Möglichkeiten sich bieten, als Gartenbauverein in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv zu werden. Rund um den goldenen Oktober ging es dann am Seminarnachmittag. Die Natur zieht sich zurück und verzaubert die Landschaft mit ihren bunten Blättern, Beeren und Früchten. In einer Herbstwerkstatt wurden all diesen Farben und Genussvielfalt spielerisch begegnet, in Geschichten, Märchen, Basteleien und Liedern. Treffpunkt war am Samstag, den 4. Oktober 2014 um 09.00 Uhr im Kreislehrgebäude in Adelshofen.

19 Teilnehmer/innen ließen sich dieses Angebot nicht entgehen und verließen das interessante und sehr lebendig gestaltete Seminar nach 16:00 Uhr mit vielen neuen Ideen und aufgefrischter Motivation.

Bilder aus einem früheren Seminar mit Thomas Janscheck:

so einfach geht das mit dem gruenen Daumen Herbststimmung
Die erfolgreiche Seminarteilnahme 2009 wurde von Thomas Janscheck mit einem grünen Daumen quittiert Der Herbst bietet vielfältige Möglichkeiten für Jugendbetreuer/innen

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Meldeaufruf zur Bewertung des Allergenpotentials verschiedener Apfelsorten

Sehr viele Menschen reagieren allergisch auf eigentlich so gesundes Obst. Wer bei dem Biss in einen Apfel allergisch reagiert, kann meistens auch kein anderes Kernobst und erst recht kein Steinobst essen. Duch die Kreuzallergie liegt auch sehr häufig eine Allergie gegen Frühblüher (insbes. Birke) und Haselnüsse vor.

Die Erfahrung, insbesondere bei Äpfeln, zeigt aber, dass unterschiedliche Sorten auch unterschiedlich starke Reaktionen hervorrufen. Inzwischen werden auch schon neue Apfelsorten im Hinblick auf ein möglichst geringes allergenes Potential gezüchtet, z.B. die Sorte `Santana`. In einer Bachelorarbeit konnte nun ein Hinweis auf die Ursache gefunden werden, die das Phänomen erklären könnte, warum Allergiker auf alte Sorten oft weniger allergisch reagieren: Polyphenole aus der Stoffgruppe der Aromate können offenbar die allergieauslösenden Eiweiße inaktivieren. Dieser Inhaltsstoff der Äpfel sorgt allerdings für einen säuerlichen Geschmack und eine schnellere Verbräunung beim Anschnitt. Deswegen wurden sie aus neueren Sorten weitgehend herausgezüchtet, mit dem Effekt, dass diese nun oft stärkere allergische Reaktionen hervorrufen. Außerdem hat sich gezeigt, dass auch der Reifegrad und die Verarbeitung Einfluss auf das allergene Potential haben.

Das soll allerdings nicht dazu verleiten, unbedenklich in jede alte Sorte zu beißen! Auch ältere Sorten können Probleme bereiten und auch in günstigeren Sorten dürfte es wohl kaum gelingen, das allergene Potential auf Null zu bringen. Außerdem gibt es natürlich große individuelle Unterschiede in der Sensibilität der Allergiker.
Da aber die Apfelallergie nach eigener Erfahrung i.d.R. nicht so heftige und evtl. gefährliche Reaktionen wie eine Haselnussallergie hervorruft, kann man mit vorsichtigen Selbstversuchen vielleicht Sorten finden, die einem den Biss in einen Apfel ohne große Reue erlauben. Dafür reicht es normalerweise schon, wenn man einen frischen Anschnitt an die Lippen hält und einige Minuten wartet, ob sich das typische "Bitzeln" bzw. Brennen einstellt. Manche verträglichere Sorten zeigen erst nach etwas längerer Zeit ihre Wirkung. Viel effektiver ist es jedoch, wenn sich Apfelallergiker vernetzten um von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

Hier leistet der Bund für Umwelt- und Naturschutz Lemgo Pionierarbeit. Er sammelt auf seiner Internetseite: BUND Lemgo Erfahrungen von Apfelallergikern mit verschiedenen Sorten. Es gibt dort die Möglichkeit mit einem Meldebogen seine eigenen Erfahrungen mit verschiedenen Sorten in einer Liste einzutragen ("verträglich" bzw. "unverträglich"). Diese Liste erweitert sich somit fortlaufend und ist entsprechend aktualisiert über obige Internetseite abzurufen. Sie gibt sehr wertvolle Hinweise für Apfelallergiker! Daraus ist zu entnehmen, dass die Sorte `Prinz Albrecht von Preußen` und der `Weiße Winterglockenapfel` offenbar sehr gut verträglich sind. Die Liste zeigt aber auch, dass es kaum Sorten gibt, bei denen überhaupt kein Allergiker Symptome verspürt. So beurteilen zwar bei der neuen "Allergikersorte" `Santana` 24 Personen die Verträglichkeit als "verträglich", aber doch 3 Personen als "unverträglich" (Stand 11.12.2013). Ähnlich ist es bei der alten Sorte `Goldparmäne`. Bei anderen Sorten sind die Meldungen noch so spärlich, dass eine Aussage nicht möglich ist.

Deswegen rufen wir alle Apfelallergiker auf, evtl. Erfahrungen in diese Liste mit einzubringen!
Unbedingte Voraussetzung für eine Aussagekraft ist natürlich, dass die Sorte korrekt bestimmt wurde. Hierbei hilft Ihnen Geschäftsführer und Kreisfachberater Horst Stegmann gerne.

 

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