Aktuelles - Stand 9.6.2017 / Fotos: Horst Stegmann, wenn nicht anders vermerkt

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Nachruf zum tragischen Tod unseres Vorstandsmitglieds Peter Hatzinger

Völlig überraschend und viel zu früh ist unser sehr geschätztes Vorstandsmitglied Peter Hatzinger gestorben. Gerade weil wir ihn als sehr sportlichen und aktiven Menschen kannten, ist dieser Verlust so schwer zu begreifen. Wir zitieren hier aus dem Nachruf unseres 1. Vorsitzenden Andreas Knoll bei der Trauerfeier am 5.1.2017:

"Liebe Elisabeth, liebe Angehörigen - die Vorstandsmitglieder des Dachverbandes aller Gartenbauvereine im Landkreis trauern mit Ihnen um einen Menschen, der auf tragische Art viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde. Wir haben Peter im Laufe unserer Zusammenarbeit als einen außergewöhnlich sympathischen, umgänglichen und besonnenen Menschen schätzen gelernt. Über acht Jahre hat er in unserer Vorstandsrunde als Beirat mitgewirkt und war uns eine große Stütze als Berater und Helfer, der immer da war, wenn er gebraucht wurde. Als Fotograf dokumentierte er darüber hinaus besondere Aktionen, wie z.B. unsere Gartenfeste im Kreislehrgarten. In unseren Sitzungen und Veranstaltungen, in denen wir Peter gemeinsam mit Dir, liebe Elisabeth, erleben durften, war eure ganz besondere Beziehung zueinander zu spüren. Eine offenbare Harmonie, von der viele langjährige Paare sicher nur träumen können. Mir ist deswegen bewusst, wie schwer für alle Angehörigen und enge Freunde der Verlust wiegen muss. Ich hoffe aber sehr, dass das Bewusstsein, was man durch die gemeinsame Zeit gewonnen hat, etwas darüber hinwegtrösten kann, was man nun vermissen muss. Dir, lieber Peter möchten wir einen letzten Gruß sagen, verbunden mit dem Dank für deine engagierte Mitarbeit und deinen menschlichen Beitrag für die positive Arbeitsstimmung in unseren Sitzungen und Aktivitäten. Wir werden versuchen, in deinem Sinne weiterzuarbeiten!"

Peter Hatzinger
Totenbildchen von Peter Hatzinger

 

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Führungskräfteseminar des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege am 11.1.2017 im Kreislehrgebäude

Alle drei Jahre veranstaltet der Landesverband für Gartenbau und Landespflege ein Seminar für Führungskräfte der örtlichen Gartenbauvereine. Dabei erhalten die Teilnehmer neben aktuellen organisatorischen und verbandspolitischen Informationen auch fachliche Anregungen durch Vorträge zu aktuellen Themen.

Herr Dr. Hans Bauer vom Landesverband leitete das Seminar sehr engagiert, gab wichtige Hinweise zur Vereinsführung und stellte aktuelle Themen und Arbeitsprogramme für die Vereinsarbeit vor.

Kreisfachberater und Geschäftsführer Horst Stegmann griff anschließend ein Thema auf, dass uns seit einigen Jahren vermehrt Kopfzerbrechen bereitet und das wir deswegen in diesem Jahr schwerpunktmäßig aufarbeiten wollen: "Kies und Schottergärten". Unter dem Titel "Kies und Schottergärten-ein zweifelhafter "Garten"Trend" zeigte er in einer Präsentation viele Beispiele auf, wie dieser Trend meistens in der Praxis umgesetzt wird. So waren schockierende Bilder von Kies- und Schotterwüsten zu sehen, die vorwiegend Vorgärten verunstalten. Von Gartengestaltung kann man da meist nicht mehr sprechen. Dazu sollten wir Freizeitgärtner nicht schweigen. Tatsächlich kann man Kies- und Schottergärten auch anspruchsvoll sowie optisch und ökologisch wertvoll gestalten, wobei allerdings die Frage erlaubt sein darf, warum wir in unserer doch sehr steppenfernen Gegend diesen Gestaltungstrend aufgreifen sollten. Allenfalls für öffentliche Freiflächen erscheinen sie als eine bedenkenswerte Alternative zur traditionellen Gestaltung. Um den Abend nicht zu deprimierend ausklingen zu lassen, zeigte er schließlich auch noch auf, wie ein solcher Garten mit einer vernünftigen Planung gelingen kann, wenn man denn unbedingt diese Gestaltungsform wählen will.

Das Seminar war mit 31 Teilnehmern aus 16 Gartenbauvereinen recht gut besucht und die lebhaften Diskussionen zeigten, dass die Seminarthemen richtig gewählt waren. Insbesondere die erfolgreiche Nachwuchsförderung in den Vereinen war wie zuletzt immer ein großes Thema. Schließlich macht die allgemeine "Vereinsmüdigkeit" auch vor den Gartenbauvereinen nicht halt. So bleibt als Fazit, dass es nur mit einer aktiven Vereinsarbeit, die nahe am Puls der Zeit ist und auch Themen wie z.B. "urban gardening" aufgreift, gelingen kann, in der jüngeren Bevölkerungsgruppe Interesse an einer Mitgliedschaft zu wecken.

Eindrücke von dem Seminar:

Großer Hausgarten Reihenhausgarten
Horst Stegmann mit der Einführungsfolie (Foto: Andreas Knoll) Falsch verstandene Kies- und Schottergärten: "Sag mir wo die Blumen sind..."

 

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Gartenpflegertreffen am 25.1.2017 im Kreislehrgebäude

Gartenpfleger sind Freizeitgärtner aus den Reihen der Gartenbauvereine, die sich in Kursen und Seminaren umfangreiches gärtnerisches Fachwissen angeeignet haben. Sie sollen in den Vereinen als fachliche Ansprechpartner dienen und die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege des Landratsamtes entlasten.

In einer dreistufigen Ausbildung auf Kreis- Bezirks- und Landesebene wird diesen ehrenamtlichen Helfern das nötige Rüstzeug vermittelt. Die Ausbildung auf Kreisebene umfasst drei volle Tage und wird alle fünf Jahre von der Kreisfachberatung durchgeführt. Der letzte Kurs fand letztes Jahr statt. Freizeitgärtner, die diesen Grundkurs absolviert haben, dürfen sich bereits "Gartenpfleger“ nennen. Wir dürfen nun 16 frisch gebackene Gartenpfleger in den Reihen der Gartenbauvereine begrüßen. Natürlich muss das erlernte Wissen durch praktische Umsetzung und Aufbaukurse weiter vertieft werden. Neben Seminaren und Kursen der Kreisfachberatung bzw. des Kreisverbandes können die Gartenpfleger auch Aufbaukurse besuchen, die vom Landes- bzw. Bezirksverband organisiert werden. Als "Krönung" gibt es auch die Möglichkeit, nach der Absolvierung aller Ausbildungsschritte und diverser Spezialseminare eine Gartenpflegerprüfung abzulegen. Erfahrungsgemäß profitieren die Vereine sehr stark von den frischen Ideen und dem Engagement ihrer neuen Vereinshelfer. Nicht selten finden sich nach einigen Jahren diese Aktive im Vorstand der Vereine wieder.

In regelmäßigen Sitzungen findet zwischen den Gartenpflegern und dem Vorstand des Kreisverbandes ein intensiver Meinungsaustausch statt. Erfreulicherweise ist der Kreisverband Fürstenfeldbruck mit nun 90 Gartenpflegern (Stand Januar 2017) überdurchschnittlich gut besetzt. Etwa 20 von ihnen arbeiten auch bei der Betreuung des Kreislehrgartens  mit.

Der Kontakt zu ihnen kann über die Vereine oder direkt über die Geschäftsführung des Kreisverbandes erfolgen.

Jedes Jahr im Januar werden bei einem Treffen aktuelle Themen und Termine besprochen. Geschäftsführer und Kreisfachberater Horst Stegmann referiert in einer kurzen Präsentation über ein Fachthema. Dieses Jahr stellte er den 18 anwesenden Aktiven den zweifelhaften Trend der Kies- und Schottergärten und dessen oft erschreckende Umsetzung in den Vorgärten vor. Als Multiplikatoren vor Ort können die Gartenpfleger Wesentliches zu einer wertvollen Gartenkultur beitragen.
Es wurden auch die diesjährigen Fortbildungsangebote für die Gartenpfleger vorgestellt und das Jahresprogramm des Kreisverbandes mit den Mitwirkungsmöglichkeiten diskutiert. Themen waren auch die Ausarbeitung eines neuen Konzepts für Pflege und Unterhalt des Kreislehrgartens und die Frage, ob 2017 wieder ein Gartentag im Lehrgarten organisiert werden kann. Diesbezüglich hofft der Kreisverband wieder auf die Unterstützung aus den Ortsvereinen.
Schließlich bestand wie immer noch ausreichend Zeit zu Diskussion und Meinungsaustausch.

 

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Kurse von Kreisfachberater Horst Stegmann in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Fürstenfeldbruck (offen für alle Bürger!)

 

Freude an Obstbäumen und Beerensträuchern durch den richtigen Schnitt am 16.3.2017, 19.00 – 21.00 Uhr (Theorie) und 18.3.2017, 9.30 - 12.00 Uhr (Praxis)

Der fachgerechte Schnitt der Obstbäume und Beerensträucher hat neben der richtigen Arten- und Sortenwahl die größte Bedeutung für den Erfolg im Hausgarten. Der Ertrag wird zuverlässiger, die Qualität besser und die Gesundheit und Langlebigkeit der Gehölze erhöht. Dieser Kurs vermittelt in Theorie und Praxis auch obstbaulichen Laien die notwendigen Grundkenntnisse.

Höchstteilnehmerzahl: 20
Mindestteilnehmerzahl: 8
Ort: Cafeteria der VHS, Niederbronnerweg 5, Fürstenfeldbruck (Theorie)
Kreislehrgarten Adelshofen (Praxis). Alternativ:Bei einem Kursteilnehmer, sofern geeignete Bäume vorhanden

Großer Hausgarten Reihenhausgarten
Im Kreislehrgarten kann sowohl die Schnitttechnik für die traditionelle Drei-Ast-Krone (links) als auch der Spindelschnitt (rechts) demonstriert werden.

 

Dieser Kurs wird jedes Jahr angeboten. Die Teilnahme bietet sich auch für Gartenbauvereinsmitglieder an, in deren Verein kein eigener Kurs stattfindet.
Erfreulicherweise war in diesem Jahr der Kurs mit 21 Teilnehmer/innen sehr gut besucht und auch die Praxis im Kreislehrgarten hatt trotz des schlechten Wetters kaum ein Teilnehmer versäumt. Es zeigte sich wieder, dass das Thema des Obstanbaus im Garten sich wieder steigender Beliebtheit erfreut.

Für den Kurs muss die Anmeldung immer über die Volkshochschule Fürstenfeldbruck erfolgen (www.vhs-ffb.de, Tel. 08141/501420), sobald deren Programm erschienen ist.

 

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Ab diesem Jahr können wir das Brotbacken im Kreislehrgarten anbieten

Mit dem Holzbackofen soll die Attraktivität des Lehrgartens auch für "gartenfernere" Personen erhöht werden. Insbesondere liegt uns auch am Herzen, Kinder- und Jugendgruppen durch dieses Zusatzangebot noch mehr anzusprechen. So können zu Beginn des Lehrgartenbesuchs Brot und Semmeln geformt und eingeschoben werden, um die duftenden Backwaren dann im weiteren Verlauf des Aufenthalts mit Butter, selbst hergestelltem Kräuterquark oder dem Honig aus dem Imkerstand des Lehrgartens zu genießen.

Wir haben als Basis ein festes Zwei-Monats-Raster von bereits fixen Terminen für das Brotbacken im Kreislehrgarten: Jeden letzten Freitag in den Monaten April, Juni, August und Oktober um 15.00 Uhr. Diese Termine finden allerdings nur statt, wenn spätestens 14 Tage vorher ausreichend Anmeldungen bei der Geschäftsstelle vorliegen. Wichtig: Der Teig ist im Normalfall mitzubringen. Für einen Brotbackkurs mit Informationen zur richtigen Vorbereitung des Brotteigs werden gelegentlich extra Termine angeboten, die auch auf dieser Homepage angekündigt werden.

Hinweise zu unserem Angebot und zur Teigbereitung sind auch diesem Infoblatt zu entnehmen: Brotbacken

vorher nachher
Ungefähr eine Stunde nach dem Einschießen kann der duftende Brotlaib entnommen werden (Fotos: Andreas Knoll)

 

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Der Lehrgarten als Ort der Umweltbildung für Kindergärten und Schulen

Der Kreislehrgarten bietet sich aufgrund seiner gestalterischen Vielfalt als "Location" für Umweltbildungsmaßnahmen an. Gemeinsam mit der AGENDA 21 wurde nun ein Konzept erarbeitet, das sich am Lehrplan der 1. und 2. Jahrgangsstufe der Grundschulen orientiert. So kann ein Erlebnistag mit einer sehr professionellen Betreuung angeboten werden. Die Anfahrt kann mit dem ÖPNV (auch Rufbus) organisiert werden.

Hier finden Sie die entsprechende Ausschreibung für einen Erlebnisvormittag im Kreislehrgarten: Erlebnisvormittag im Kreislehrgarten Adelshofen. Erfreulicherweise konnten noch vor dem offiziellen Start des neuen Umweltbildungsangebots bereits zwei Termine vereinbart werden (6. und 10.7.2017).

Das Angebot beschränkt sich aber nicht nur auf diese Zielgruppe: Auch für Kindergärten oder ältere Altersgruppen kann ein darauf abgestimmtes Angebot erarbeitet werden. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an das AGENDA 21-Büro im Landratsamt (Kontakt siehe Ausschreibung) oder die Geschäftsstelle des Kreisverbandes.

Der Kreisverband wäre sehr erfreut, wenn das Angebot zahlreich nachgefragt werden würde. Ein großer Vorteil ist, dass die Beobachtungen im Lehrgarten für Kinder, die Zuhause einen Garten haben oder einen Kleingarten bewirtschaften, sehr gut im häuslichen Umfeld nachzuvollziehen sind. Unter Umständen reicht schon ein Balkon aus, um wertvolle Beobachtungen machen zu können!

Mit Stand vom 9.6.2017 lässt sich vermelden, dass die Resonanz auf das neue Angebot sehr positiv ist! So sind bereits folgende Termine vereinbart: 5.7., 6.7., 10.7., 12.7., 13.7., 1.8..

Kindergartengruppe bei der Apfelernte
Kindergartengruppe bei der Apfelernte

 

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Fortbildungsseminar für JugendleiterInnen mit dem Landesjugendbeauftragten am 31.3.2017, 15.00 - 18.00 Uhr im Kreislehrgebäude Adelshofen

Schon lange ist die Förderung der Jugendarbeit in den Ortsvereinen und dem Kreisverband ein wichtiges Ziel unserer Verbandsarbeit. Inzwischen haben sich auch in einigen Gartenbauvereinen aktive Kinder- und Jugendgruppen gebildet. In Zeiten des wachsenden Marktes für "Convenience Food" und "Design Food" ist es noch wichtiger, den jungen Menschen wieder einen fundamentalen Bezug zu ihren Lebensmitteln zu vermitteln.

Wo geht das besser als im eigenen Garten bzw. im Vereins- oder Kreislehrgarten? Für die Vereine stellt sich aber die Frage, wie man Jugendliche und Kinder mit diesem Thema erreicht.
Neue Anregungen versprachen wir uns vom Jugendbeauftragten des Bayer. Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, Werner Thumann. Er verfügt als Leiter der Umweltbildungsstelle "Haus am Habsberg" und Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Neumarkt über einen diesbezüglich reichen Erfahrungsschatz.
Er berichtete von erfolgreichen Projekten und gab den Teilnehmer/innen insbesondere Tipps zu organisatorischen Fragen. So empfahl er z.B. eine enge Anbindung der Leiter/innen der Kindergruppen an die Vorstandschaft der Vereine und regelmäßige Treffen der Betreuer/innen zum Erfahrungsaustausch. Die Kinder sollten mit einem ermäßigten Beitrag selbstverständlich Mitglied der Vereine werden. Er sprach auch die finanziellen Aspekte an: Gemeinden gewähren häufig Zuschüsse für eine erfolgreiche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Auch wenn i.d.R. die finanziellen Mittel der Gartenbauvereine den Aufbau einer Jugendgruppe und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm erlauben, erhöht diese Form der Anerkennung durch die Gemeinde die Akzeptanz und schafft Motivation für eine Verstärkung der Anstrengungen. "Tue Gutes und sprich darüber" - nach diesem Motto sollte man auch hier verfahren und eine intensive Pressearbeit nicht vergessen. Auch eine Mitgliedschaft des Kreisverbandes im Kreisjugendring kann aus seiner Sicht sinnvoll sein.

Der Kreisverband ruft ausdrücklich dazu auf, das Thema Jugend- und Kinderförderung als einen Schwerpunkt der zukunftsorientierten Vereinsarbeit zu sehen und entsprechende Anstrengungen zu unternehmen. Es gibt genug Beispiele, die den Gewinn solcher Anstrengungen für die Umweltbildung und ganz konkret für die Mitgliederstruktur und das allgemeine Vereinsleben zeigen!

Teilnehmer
Gruppenbild der Teilnehmer/innen mit dem Referenten Werner Thumann (5. von links) und dem Kreisverbandsvorsitzenden Andreas Knoll (7. von links). Foto: Michaela Schleicher

 

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Vier Landkreisgärten öffnen ihre Pforten zum bayernweiten "Tag der offenen Gartentür" am 25. Juni 2017

Der Landkreis Fürstenfeldbruck beteiligt sich alle zwei Jahre am bayernweiten "Tag der offenen Gartentür". Dieses Jahr ist es wieder so weit. Vier beispielhafte Gärten öffnen am 25. Juni von 10.00 - 17.00 Uhr für die interessierte Öffentlichkeit ihre Pforten. Ziel der Aktion ist es, an einem Tag durch gelungene, verschiedenartige Gartenbeispiele den Besuchern praktische Anregungen zu vermitteln. Durch die dabei entstehenden Gespräche sollen der Kontakt und der Gedankenaustausch zwischen den Freizeitgärtnern, den Gartenbauvereinen und der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege intensiviert werden. Die bisherigen Erfahrungen (seit 1999 in 23 Gärten des Landkreises) sind sehr positiv. Es gab keine nennenswerten Tritt- oder sonstige Schäden in den Gärten und die Gartenbesitzer äußerten sich durchweg positiv über diese interessante Erfahrung.
Die vier Gärten haben jeweils ihren eigenen, ganz besonderen Reiz und bieten den Besucher/innen eine sehr hohe gärtnerische Vielfalt! Bei unseren Rundgängen während der vergangenen Aktionen konnten wir immer wieder beobachten, wie intensiv der Meinungsaustausch untereinander und mit den Gartenbesitzern gepflegt wurde. Den Besuchern können so sehr interessante, unmittelbare und nachvollziehbare Einblicke vermittelt werden.

Ein Eindruck von den vier geöffneten Gärten:

Beck Hegener
Christiane und Klaus Beck, Stockwiesenweg 6, 82278 Althegnenberg
Alle Wasser! Ein 750 m² großer, noch relativ junger ländlicher Hausgarten mit allem was dazu gehört. In den letzten 9 Jahren ist aus einer Rasenfläche ein buntes Paradies entstanden. Freiwachsende Sträucher und bunte Stauden bilden einen würdigen Rahmen für einen großen Schwimmteich mit Bachlauf als bestimmendes Gestaltungselement.
Irene und Gerd Hegener, Wotanstr. 1, 82110 Germering
Farbe ist Trumpf! Auch in diesem Ziergarten ist das Wasser ein bestimmendes Element. Auf dem Trockenen vermischen sich Stauden, Sommerblumen und Ziergehölze zu einem sehr bunten Farbenpotpourri. Vom offensichtlich inspirierten Nachbargarten trennt hier kein Zaun. Ein anschauliches Beispiel für die verbindende Kraft des "Gartelns".
Köstler Van Rooijen
Roland Köstler, Germannsberg 10, 82239 Alling-Germannsberg
Wohlfühlgarten für Tier und Mensch! Ein ca. 1000 m² großer Garten mit sehr unterschiedlichen Lebensräumen, in denen sich zahlreiche Lebewesen von Eidechsen über Frösche, Insekten bis hin zum Menschen sehr wohl fühlen können. Auch prächtig gedeihendes Gemüse in Hochbeeten begrüßt die Besucher und zeugt von der gärtnerischen Kompetenz der Bewohner.
Willem van Rooijen, Rassosiedlung 3, 82284 Grafrath
Heißer Sommer - kein Problem! Ein verwunschen wirkender Garten, in dem mit Ramblerrosen und Waldreben bewachsene Bäume, Pergolen und Laubengänge den Charakter bestimmen. Im ca. 1000 m² großen Grundstück haben nach 60 Jahren die Pflanzen eindeutig das Kommando übernommen, das von Stauden garnierte Wohnhaus verliert sich darin. Schatten ohne Matten!

 

In Oberbayern beteiligen sich 12 Landkreise und München am Tag der offenen Gartentür. Eine Übersicht finden Sie in folgender Broschüre: Flyer: Offene Gärten in Oberbayern 2017

 

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Apfelsortenausstellung, Sortenbestimmung und Schaumosten am Jexhof am 3.10.2017, von 14.00 - 17.00 Uhr

Seit mehreren Jahren arbeiten wir mit dem Bauernhofmuseum Jexhof zusammen. Kreisfachberaterin Michaela Schleicher zeigt jährlich zum Winterende interessierten Besuchern den richtigen Schnitt von Obstgehölzen in Theorie und Praxis auf dem Jexhofgelände (Termin siehe Jexhof-Programm). Kreisfachberater Horst Stegmann organisiert traditionell am Tag der Deutschen Einheit eine Apfelsortenausstellung mit ca. 60 Sorten. Alle Äpfel sind im Landkreis gewachsen und das Sortenspektrum deckt die traditionell und auch noch aktuell in unserer Region angebauten Äpfel zum größten Teil ab. Aber auch vielversprechende Neuzüchtungen (insbesondere die Pillnitzer "Re"- und "Pi"-Sorten) werden gezeigt. Alle Sorten sind mit ausführlichen Beschreibungen etikettiert.
Natürlich ist mit der Ausstellung auch das Angebot verbunden, unbekannte Sorten zu bestimmen. Die Besucher sollten aber jeweils mindestens fünf Früchte einer Sorte zur Bestimmung mitbringen. Dabei ist wichtig, dass die mitgebrachten Äpfel die ganze Variabilität innerhalb der Sorte zeigen (gut ausgefärbte, schwach gefärbte, rundere oder kantigere Früchte, etc.)

Parallel ist auch der Biburger Gartenbauverein vor Ort, der ein Schaumosten mit einer transportablen Korbpresse veranstaltet. Gerade für die Kinder hat die Presse eine unglaubliche Anziehungskraft und sie können von dem frischen Saft nicht genug bekommen.

Diese Kombination von einer ansprechenden Obstausstellung und der direkten Verarbeitung frischer Äpfel gleich nebenan zeigt gerade den Kindern sehr anschaulich den direkten Weg vom Erntegut zum verarbeiteten Produkt auf und lockt alljährlich zahlreiche Besucher an.

Foto vom letzten Apfeltag am 3.10.2016:

Sortenausstellung am Jexhof
Bei bestem Herbstwetter erfreuten sich auch 2016 wieder viele Besucher/innen an der ausgestellten Apfelvielfalt und nutzten auch sehr zahlreich das Angebot der Sortenbestimmung

 

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Ausstellung "Tatort Garten - Ödnis oder Oase" vom 6.11. - 17.11.2017 im Landratsamt (Galerie)

Das "Garteln" ist noch immer das liebste Hobby der Deutschen. Schön gestaltete Gärten erfreuen nicht nur die Besitzer, sondern auch die Passanten und tragen erheblich zu einem ansprechenden Ortsbild bei. Sie werten die Siedlungsflächen meist auch ökologisch auf. Beim "Urban Gardening" erobern sich engagierte Bürger/innen öffentlichen Freiraum zurück, um selbst zu Spaten und Samentütchen zu greifen. Gerade in Zeiten, in denen der Individualismus und Bits und Bytes den Alltag prägen, sehnen sich viele Menschen nach einer greifbaren und im wahrsten Sinn des Wortes fruchtbaren Freizeitbeschäftigung.

Als ob die allerorten aus dem Boden wachsenden Gabionenwände nicht schon genug wären, hat sich während der letzten Jahre leider ein Gestaltungstrend eingeschlichen, der leidenschaftlichen Gärtnern oft die Haare zu Berge stehen lässt: Der Kies- bzw. Schottergarten. Das Interesse für diese Gestaltungsvariante ist sicherlich darin begründet, dass vielen Menschen neben der Arbeit nicht viel Zeit für eine kreative Gartengestaltung bleibt und der Pflegeaufwand vermeintlich gering erscheint. Der Kies- und Schottergarten ist vor allem aber durch die häufig erschreckende Umsetzung fragwürdig. In der Steinwüste hätten nämlich durchaus auch Pflanzen Platz, nur sind sie i.d.R. deutlich unterrepräsentiert! Setzt sich diese bedauerliche Entwicklung fort, bedeutet das die Gefährdung einer über Jahrhunderte gewachsenen Gartenkultur. Der Landkreis möchte diesem Trend mit einer Ausstellung und diesem begleitenden Faltblatt entgegenwirken.

Kiesgärten sind keine neue Erfindung. Aus den asiatischen Gärten und den "Parterres" der Barock- und Rokokogärten sind sie seit Jahrhunderten bekannt. Damit war aber stets eine religiös-philosophische (japanische Gärten) oder politische Aussage (Herrschaftsanspruch über die Natur) verbunden. Abgesehen von einigen Gartenenthusiasten, die versuchten, japanische Gartenelemente in ihre Gärten zu integrierten, blieben die privaten Gärten von diesen Einflüssen lange unberührt. Schwung gab dem Thema Kies- und Schottergarten eine Veröffentlichung der bekannten englischen Gärtnerin Beth Chatto. Sie lebt in Essex, einer sehr trockenen Gegend mit nur ca. 60 % des Niederschlags, den wir im Landkreis Fürstenfeldbruck erwarten können. Trockene Ostwinde führen außerdem zu einer hohen Verdunstungsrate und damit zu einer Verschärfung des Wasserproblems. Aus dieser Not heraus experimentierte Chatto mit Pflanzen, die diesen Wasserstress aushalten und publizierte 1978 das Buch "The dry Garden". Ihr berühmter Kiesgarten wurde Vorbild für viele Gärten, die unter natürlicher Wasserknappheit leiden.
Dieser Hintergrund ist wichtig, um den Trend, der nun mit einigen Jahrzehnten Verzögerung, aber mit umso mehr Macht von unseren Vorgärten Besitz ergreift, einordnen zu können. Wäre Beth Chatto in Fürstenfeldbruck auf die Welt gekommen, hätte sie wohl keinen Kiesgarten und auch kein Buch mit dem Titel "Der trockene Garten" veröffentlicht. Es gäbe dann sicher auch weniger verunstaltete Vorgärten.
Natürlich soll aber niemandem das Recht abgesprochen werden, seinen Garten nach seinen Wünschen zu gestalten. Dann aber bitte im Sinne von Beth Chatto: Um optimale Bedingungen für trockenheitsliebende Pflanzen aus Steppengebieten und dem mediterranen Raum zu schaffen.

Da liegt aber häufig das Problem bei der gestalterischen Umsetzung. Die Pflanzen werden vergessen oder nur ganz vereinzelt in die Steinwüsten verteilt.

Schottergarten Schotter und Pflaster
Die beiden Fotos zeigen die leider gängige Praxis der missverstandenen Gestaltungsform. Das sind keine Kies- oder Schottergärten! Potentiell gärtnerischer Gestaltungsraum neben Pflasterflächen wird verschenkt.

In der Ausstellung, die von der Kreisgruppe des Bund Naturschutz Landshut erarbeitet wurde, wird die Thematik mit großformatigen Bildern sehr anschaulich dargestellt und dabei auch nicht vergessen, auf sinnvolle Varianten der Gartengestraltung mit und ohne Kies und Schotter hinzuweisen.
Für den 26. Oktober ist zu diesem Thema auch ein Vortrag bei der Volkshochschule Fürstenfeldbruck geplant. Kreisfachberater Horst Stegmann wird Alternativen für pflegeleichte und trotzdem attraktive Gärten aufzeigen. Er wird aber auch darlegen, wie Kies- und Schottergärten so gestaltet werden können, dass sie durchaus sehenswert und ökologisch wertvoll sind und nicht ganze Straßenzüge verschandeln.

Schon jetzt möchten wir zum Besuch der von der Kreisfachberatung im Landratsamt organisierten - natürlich kostenlosen - Ausstellung ermuntern! Lassen Sie sich anregen und abschrecken und helfen Sie mit, diesen fatalen Gartentrend zu stoppen!

 

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Delegiertenversammlung am 24.11.2017 im Landsberieder Bürgerhaus

Nach den Begrüßungsworten des Ortsvereins- und Kreisvorsitzenden Andreas Knoll wird eine Präsentation mit einem Rückblick auf das Verbandsjahr 2017 u.a. mit Bildern vom Tag der offenen Gartentür folgen.
Danach folgen die Berichte des Vorsitzenden, der Schriftführerin, des Geschäftsführers und der Kassiererin. Anschließend können die Mitglieder Kritik und Anregungen loswerden, bevor am Ende die fleißigen Helfer ihre blumigen Jahresgeschenke in Empfang nehmen dürfen.

Eindrücke von der letzten Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im November 2016:

Preisträger Gartenwettbewerb 2016 Der neu gewählte Vorstand
Im Rahmen unserer Jahreshauptversammlung wurden auch die Preisträger im Gartenwettbewerb geehrt (Foto: Michaela Schleicher) Der neu gewählte Vorstand des Kreisverbandes (jeweils von links nach rechts): Ganz unten: Horst Stegmann, Andreas Knoll; 1. Stufe: Beate Loser; 2. Stufe: Dr. Frank Ahrens, Heribert Wörl; 3. Stufe: Bodo Olbrich; 4. Stufe: Elisabeth Hatzinger; 5. Stufe: Peter Hatzinger (inzw. verstorben); 6. Stufe: Urban Kiener. Es fehlen: Beirätin Monika Lampl und die Revisoren (Foto: Michaela Schleicher)

 

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Meldeaufruf zur Bewertung des Allergenpotentials verschiedener Apfelsorten

Sehr viele Menschen reagieren allergisch auf eigentlich so gesundes Obst. Wer bei dem Biss in einen Apfel allergisch reagiert, kann meistens auch kein anderes Kernobst und erst recht kein Steinobst essen. Duch die Kreuzallergie liegt auch sehr häufig eine Allergie gegen Frühblüher (insbes. Birke) und Haselnüsse vor.

Die Erfahrung, insbesondere bei Äpfeln, zeigt aber, dass unterschiedliche Sorten auch unterschiedlich starke Reaktionen hervorrufen. Inzwischen werden auch schon neue Apfelsorten im Hinblick auf ein möglichst geringes allergenes Potential gezüchtet, z.B. die Sorte `Santana`. In einer Bachelorarbeit konnte nun ein Hinweis auf die Ursache gefunden werden, die das Phänomen erklären könnte, warum Allergiker auf alte Sorten oft weniger allergisch reagieren: Polyphenole aus der Stoffgruppe der Aromate können offenbar die allergieauslösenden Eiweiße inaktivieren. Dieser Inhaltsstoff der Äpfel sorgt allerdings für einen säuerlichen Geschmack und eine schnellere Verbräunung beim Anschnitt. Deswegen wurden sie aus neueren Sorten weitgehend herausgezüchtet, mit dem Effekt, dass diese nun oft stärkere allergische Reaktionen hervorrufen. Außerdem hat sich gezeigt, dass auch der Reifegrad und die Verarbeitung Einfluss auf das allergene Potential haben.

Das soll allerdings nicht dazu verleiten, unbedenklich in jede alte Sorte zu beißen! Auch ältere Sorten können Probleme bereiten und auch in günstigeren Sorten dürfte es wohl kaum gelingen, das allergene Potential auf Null zu bringen. Außerdem gibt es natürlich große individuelle Unterschiede in der Sensibilität der Allergiker.
Da aber die Apfelallergie nach eigener Erfahrung i.d.R. nicht so heftige und evtl. gefährliche Reaktionen wie eine Haselnussallergie hervorruft, kann man mit vorsichtigen Selbstversuchen vielleicht Sorten finden, die einem den Biss in einen Apfel ohne große Reue erlauben. Dafür reicht es normalerweise schon, wenn man einen frischen Anschnitt an die Lippen hält und einige Minuten wartet, ob sich das typische "Bitzeln" bzw. Brennen einstellt. Manche verträglichere Sorten zeigen erst nach etwas längerer Zeit ihre Wirkung. Viel effektiver ist es jedoch, wenn sich Apfelallergiker vernetzten um von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

Hier leistet der Bund für Umwelt- und Naturschutz Lemgo Pionierarbeit. Er sammelt auf seiner Internetseite: BUND Lemgo Erfahrungen von Apfelallergikern mit verschiedenen Sorten. Es gibt dort die Möglichkeit mit einem Meldebogen seine eigenen Erfahrungen mit verschiedenen Sorten in einer Liste einzutragen ("verträglich" bzw. "unverträglich"). Diese Liste erweitert sich somit fortlaufend und ist entsprechend aktualisiert über obige Internetseite abzurufen. Sie gibt sehr wertvolle Hinweise für Apfelallergiker! Daraus ist zu entnehmen, dass die Sorte `Prinz Albrecht von Preußen` und der `Weiße Winterglockenapfel` offenbar sehr gut verträglich sind. Die Liste zeigt aber auch, dass es kaum Sorten gibt, bei denen überhaupt kein Allergiker Symptome verspürt. So beurteilen zwar bei der neuen "Allergikersorte" `Santana` 24 Personen die Verträglichkeit als "verträglich", aber doch 3 Personen als "unverträglich" (Stand 11.12.2013). Ähnlich ist es bei der alten Sorte `Goldparmäne`. Bei anderen Sorten sind die Meldungen noch so spärlich, dass eine Aussage nicht möglich ist.

Deswegen rufen wir alle Apfelallergiker auf, evtl. Erfahrungen in diese Liste mit einzubringen!
Unbedingte Voraussetzung für eine Aussagekraft ist natürlich, dass die Sorte korrekt bestimmt wurde. Hierbei hilft Ihnen Geschäftsführer und Kreisfachberater Horst Stegmann gerne.

 

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